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Tiefschwarzer Blues Tag für Tag sitzt er Einige Münzen Er verändert seinen Blick überhaupt nicht Und genau das ist er - der tiefschwarze Blues! |
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Ja dann Sie fängt alles Mögliche an, Z. B. die Sache mit dem Lottoschein. Tags darauf ist die Ziehung. Der Abschnitt des Lottoscheins Als ich das Futter für meinen Kater nachfülle, Vergesslichkeit hin und Schlamperei her -
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Der allererste Lehrer Es war so still in dem Klassenzimmer, dass man auf jeden Fall die sprichwörtliche Nadel hätte fallen hören können. Die letzten paar Mütter schlichen auf Zehenspitzen durch die schwere Klassentür, die sich gleich darauf für einen kräftig gebauten Mann mit konkav geschliffenen Brillengläsern öffnete. Er steckte in einem etwas zu groß geschnittenen grauen Anzug und darüber trug er einen schwarzen Arbeitsmantel. Kein Zweifel, das musste unser Herr Lehrer für die nächsten vier Jahre sein. Sein Name war Nimmer, Johann Nimmer. Ihm gegenüber standen wir 32 Knirpse, alles Knaben, in meist recht ärmlichen Kleidern, zerlumpten Schuhen, kurzen Hosen und schmuddeligen Hemden. Alles war hellgrau bis schwarz. Farbiges Zeug gab es so kurz nach dem Krieg noch kaum, alles passte so richtig zu den dürftig geflickten Häuserruinen, den Gesichtern der Mütter und den meist verwundet aus dem Krieg heimkehrenden Vätern, die das Erlebte nie mehr so richtig verkrafteten. In dem Moment, als Lehrer Nimmer zu uns trat, erklang vom Gang her ein schepperndes Glockengeläute. Wir ahnungslosen Buben erschraken gewaltig, zwei recht ängstliche von uns begannen sogar lautlos zu weinen. Ich war einer von ihnen. Vor den Klassentüren marschierte der Schulwart auf und ab und schwang dabei eine ziemlich schwere Glocke aus Metall, die ebenso auf einem mittleren Kriegsschiff ihren Dienst hätte versehen können. Nun begann der Lehrer jeweils zweien von uns Tische zuzuweisen, und wir durften auf kleinen Stühlen Platz nehmen. Schnell war nach dem Geschiebe der Sessel wieder Ruhe eingekehrt, Lehrer Nimmer ging von Tisch zu Tisch und musterte jeden von uns eingehend. Vor jedem Kind blieb er kurz stehen, hob er den Zeigefinger, und der so bezeichnete Junge musste aufstehen. „Nenne mir deinen Namen, Junge! „Franz“, „Karli“, „Ferdinand“, „Johann“… Dann war die Reihe an mir „Mein Name ist Helmut“, schmetterte ich, da mir mein Vater eingebläut hatte, nur ja laut und deutlich zu sprechen, wenn ich dazu aufgefordert würde. Als der Herr Lehrer nun alle unsere Namen kannte, setzte er sich vorne am Katheder auf seinen Sessel und erzählte uns folgende Geschichte. Ich kenne da ein Land, in dem es keine Schule gibt und die Kinder daher auch nicht jeden Morgen aufstehen müssen, um dorthin zu gehen oder zu radeln. Sie haben also immer nur Ferien, können im Sommer an den Teich baden gehen, im Herbst Kastanien sammeln und im Winter draußen Schneemänner bauen. Und genau hier bin ich damals aus seiner Geschichte ausgestiegen, oder besser gesagt, voll eingestiegen. Ich hüpfte auf einer riesigen, für die anderen nicht vorhandenen Wiese umher, pflückte Blumen und rannte hinter bunten Schmetterlingen her. Gleich darauf zog ich mit einer Rodel Spuren in den frisch gefallenen Schnee, trank hinterm Ofen warme Milch mit Honig und da wurde ich jäh vom Schall der großen Schulglocke aus meinen Träumen gerissen. Ich kann sagen, dass ich von meiner ersten Unterrichtsstunde nicht viel mitbekommen habe, außer vielleicht die Fähigkeit mit offenen Augen zu träumen und mich in eine Parallelwelt zu katapultieren. Heute weiß habe ich keinen Schimmer mehr, wie ich damals nach Hause gekommen bin, aber die Wiese und der Schnee … auf denen bewege ich mich auch heute noch recht gern. |
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Goldrausch Sie hatten uns das Haus weggenommen Alles total trostlos, so beschissen, Hunderte kommen jeden Tag am Fluss an, Weltwirtschaftskrise, Goldrausch |
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Viele Ich bin 1943 in Wien geboren, erlernter Beruf Lehrer, momentan Das deutsche Underground-Magazin WC ("Writers Corner", Also, bis dann! www.schida.at
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Morgens Vor einem Fenster hüpft ein kleiner Vogel Naja, es ist halb vier, ich sitze im Bett und huste Ich öffne das Fenster und lass die Schwärze Er ist unermüdlich Wieder ein Hustenanfall um fünf vor vier
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| © Bilder und Texte Helmut Schida, Wien |